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Leipzig, 1838.
Verlag von Dito Wiga n d.

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„Ich sage aber davon, daß unter euch einer spricht: Ich bin Paulisch, (Eutherisch); der andere: Ich bin Apottisch (Reformirt); der dritte: Ich bin Rephisch (Katholisch); der vierte: Ich bin Shriftifch. Wie? Ift Chriftus nun zertrennet?"

1. Cor. 1, 12 – 13.

,,Die biebe ist langmüthig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibet nicht Muthwillen, fie blåhet sich nicht,

Sie ftellet sich nicht ungeberdig, fie sucher nicht das Ihre, fie taffet fiche nicht erbittern, fie trachtet nicht nach Schaden,

Sie freuet sich nicht der ungerechtigkeit, fie freuet fich aber der Wahrs heit."

1. Cor. 13, 4 – 6.

„ Berachte nur Bernunft und Wissenschaft,
Des Menschen allerhöchste Kraft,
Laß nur in Blend- und Zauberwerten
Did von dem Eugengeist bestårken:
So hab' ich dich schon unbedingt.“

Mephistopheles in Götbe's Fauft, I.

De n $ o he u

Staats-Regierungen

Deutschlands,

die da

den freien Sta a t

lenken und schüßen durch Gesebestraft und Waffenmacht,

verklåren und verherrlichen durch Religion, Kunst

und Wissenschaft,

weibet diere Blätter

iu tiefster Ehrerbietung

allerunterthänigst

der Verfasser.

V o r w o r t.

Die neueste Zeit hat von mehr als einer Seite her an das Licht des Tages gebracht, was, in Gesinnung oder Gesetz, ein unorganisches und noch in sich selbst kámpfendes Verhältniß der Religion und Kirche zum Staate für verderbliche Folgen nach sich zieht. Sie hat gezeigt, was herauskommt, wenn Religiop und Kirche, wenn die Innerlichkeit des Gefühls und die Subjektivitåt wie die orthodore Erstarrung in die freie Bewegung der sich in der Sonne des Bewußtseins gefeßlich entwickelnden Organisation der rechtlichen und sittlichen Welt der Menschheit, des Staates, den Brand und Hemmschuh zu werfen strebt. Wenn die Willkühr, die Phantasie, die Starrheit, der Zelotismus in einer Zeit des freien Bewußtseins fich zuerst in ihre Innerlichkeit zurückziehen, nachgebend der Nothwendig keit, und nun, lauernd auf die Zeit, plößlich hervorbrechen, so droht der Wirklichkeit dieselbe Deborganisation, wie sie der raisonirende Verstand erzeugt, und fanatische Gemüther wie verschrobene Geister und die List und Pfiffigkeit der Heuchelei maßen sich an, die Weisheit einer Regierung, welche ein wahrhaftiges Organ der allgemeinen göttlichen Beltregierung darstellt, zu hohnen, so wie der Fanatismus von sogenannten Mystikern und Pietisten, die, den Gott im Herzen behauptend, vornehmlich und unaufhörlich die Lieblosigkeit der Verdammung als ihren Gott zur Erscheinung bringen, ebenso zerstörend wirkt, wie die Kahlheit und Leerheit des niederreißenden Verstandes.

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