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franzffischen Geschmade Buldigte er durch das bea liebte allegorien weren, mit den er seine Sas. tyre aufschmůcte. Er konnte also auch den englio Ichen Großen gefallen, deren Geschmack der franzds fische war'a). Der nächste Gegenstand der Satyre longland's find, wie bei allen Satorifern jener Zeit, die Geistliden, und in manchen Stellen nimmt seine Dichtung mit ihrer seltsamen Robbelt einen wahrhaft poetischen Schwung 5).

Der a) Auszüge und lange Stellen, aus denen man die Mar

nter Longland's hinlänglich kennen lernen tann, Itefert
Warton, T. I. p. 207 ff. auch in Cooper's
Muses Library (Lond. 1738, in 8.), einer schåbbaren
Sammlung von Proben der älteren englischen Poesie,
findet man ein Fragment von Longland. Folgende Stelle
mag zur Probe der satyrischen Manier des Dichters
dienen.

And False fat on a Sifour, that softlich troted,
And Favle on a Flatterer, feetly attired.
Tho had Notaries none; anoyed they were :
For Simony and Civil, should on their fete gan.
Althau sware Simony, and Civil both
That Somners should be fadled, and serve hem

echone;
And let aparel these Provisors, in Palfrei - wise;
Sir Simony him selfe, fhöll sit on their Backes;
Deanes and Subdeanes, drave you together
Archideacons and Officials, and al your Regefiers
Let saddle hem with Silver, our Sinne to suffer;
As Aduoutrie and Divorces, and derne Usury,
To bear Bishops about abrode in visiting:
Paulinus Primus, for pleintis in Confiftory,
Shal serve him felfe, thai Civil is inempeed!
And Cartfadle the Comisary, our Cart shal he lede,
And fetche us Vitailes at Fornicatores,
And maketh of Líer a long Cart, to lede al these

1

other,

As Freres and Traytours, that on their feete runnen, b) 3. B. in der folgenden Stelle:

Then

Der Beifall, den Songtand fand, veranlaßte. bald Nachahmungen, unter andern ein Glaubens betenntniß Peter P Flúg er 8 (Pierce Plowman's Crede) in derselben Manier und Sprache von einem unbefannten Verfasser. Auch dieses fatyrische Wert Interessirte das Zeitalter besonders durch seinen Ge's genstand; denn der Nachahmer fatte von longland gelernt, die verdorbenen Sitten der Geistlichen und die Gebrechen der Kirche komisch nach dem les ben zu maplen).

Jokin Gower, der dritte nnter den englis schen Dichtern, die furz vor Chaucer berühmt wurs, den, war ein Weltmann von angerebner Familie, Er lebte am Hofe des Königs Richard II. Er Katte für sein Zeitalter viele Bildung, und dieser verdankt er reine Celebritat. Ebaucer, der jünger war, und von ihm lernen fonnte, chloß sich mit bes sonderer Freundschaft an iba. Gower schrieb {atel:

nisco,

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Then gan I to meten a mervelouse sweven,
That I was in wildernes, I wyst never where :
As I beheld into theast, on highe to the funne
I saw a tower on o loft rychlych ymaked,
A depe diches and darke, and dreadfull of syght:
A fayre felde ful of folke found I ther betwene,
Of all maner men, the ineane and the riche,
Working and wandring, as the world asketh;
Some put hem to the ploughe, pleiden full felde
Jn setting and fowing Swonken full harde;

And some put hem to pryd. c) S. Warton, T. I. p. 306., wo auch eine lange Stelle

aus diesem Sredo mitgetheilt wird, nebst Proben einer Bearbeitung der Geschichte Alexander's o. Or. in der Manier Peter Pflüger’s.

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nisch, Französisch, und Englisch d). Er war nicht unbefannt mit der alten classischen Litteratur, die das mals eben erst wieder an den Tag zu fomnien und auf die romantischen Vorstellungsarten zu wirken anfing. Auch philosophische Tractate des Aristoteles und der Scholastifer batte Gower fleißig studirt. In der romantischen Ittteratur war er nicht wenig belesen. Man hielt ihn überhaupt, und mit Recht, für einen der gelehrtesten Männer seiner Zeit. Aber es fehlte ifm an Erfindungsgetst und Phantasie. Es gelang ihm, den alten Classifern, mit denen er bekannt ges worden war, besonders dem Dold, eine gewisse Eles ganz abzulernen, durch die er die poetische Diction in seiner Muttersprache zu veredelu suchte. Den Mangel an Pþantasie suchte er durch die Moral zu erreken, mit der er reine Gedichte ausstattete ; daber er auch von Chaucer der moralische Gower ges nannt wird.

aber auch aus seinen Reflerionen und Lebren blickt mehr Gelehrsamfeit, als eigener Geist hervor. Er lebre bis zum Jahre 1402. Das Werf, durch das er sich unter den englisden Dichtern einen Plaß erworben, bat, ist reine Confeffio anantis, las teinisch von thm selbst so betitelt. Es ist der dritte Tbeil eines seltsamen, eben so pedantisch entworfer nen, als ausgeführten Gangen, das eine Art von moralisch poetischer Schilderung des menschlichen Herzens senn soll. Der erste Theil, unter dein Titel Speculum meditantis, ist franzdildo, im Geschmack des Romans von der Rose dd), geschrieben. Der zweite Thell, Vox clamantis betitelt, ist lacets

nisch,

d) Einige franzdfische Gedichte von Gower findet man bei

Warton, Emendations and additions, Tom. II. dd) Bergl. den fünften Band dieser Gesch. der Poesie 26.

®.31.

nisch, in elegischen Versen, nach dem Muster der Elegien des Ouid. Der dritte Theil, oder die Confeffio amantis, in englischen Versen, enthält ein lans ges Gespräch zwischen einem Verliebten und einem Priester der Venus. Der Verliebte beichtet dem Priester seine Herzensangelegenheiten. Der Priester stellt den Beichtvater vor. Der Kampf der Ver. nunft mit der Leidenschaft wird systematisch nach den Grundsåken der Mönchsmoral erläutert, und die Erlåuterung wird ausgeschmückt durch allerlei romans tische Erzählungen, die Gower aus den Ritterromas nen und aus verschiedenen historischen Werken und Chroniken entlehnte. Diese Erzáblungen sind das Beste in der frostigen Composition, bei welcher Alles auf moralische Nukanwendung berechnet ist. Gower's gesunder Verstand blickt zuweilen aus ganz vifanten Zúgen hervor; und seine Sprache bat, bei aller ifrer Unpollfommenheit, etwas Bestimmtes, durch das sie sich weit mehr, als die Sprache der Ritters romane, dem neueren Englischen nåbert €).

Uber

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e) Vergl. Warton, T. II. p. I ff., wo von Gower und

seinen Werten ausführliche Nachricht gegeben wird,
Die Confessio amantis ist im i6ten Jahrhundert ges
druckt, und vielleicht auch nacher wie er aufgelegt, aber
außerhalb England cine litterarische Seltenheit. Die
2u8 juge und fragmente, die man bet den englischen
Litteratoren findet, geben indessen einen hinreichenden
Begrtif von dem ganzen Werte. Ster tft, zur Probe
der manier Gower's, der Anfang einer seiner Erzaby
lungen:

of the envious Man and the Miser,
Of Jupiter thus I find ywrite
How, whilom, that he wolde witc
Upon the pleintes, which he herde
Among the Men, how that it ferde,

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Uber ein Mann, wie Gower, konnte mit allen feinen Anlagen zu einer nicht gemeinen Diction nicht einmal in der Sprache, noch weniger in der Poesie seiner Nation, Epoche machen, Sein Zeitgenoß Ebaucer ist der erste englische Dichter, dessen Nagme besonders bervorgehoben werden muß.

Eh a 4 t. Geoffrey Chaucer, von seinen Bewunde. rern der Morgenstern der englischen Poelie genannt, war geboren zu london, im Jabre 1328. Sein Pater, ein Mann von' angesehener, ursprungs

It do
As of her wronge Condicion

Io do Justificacion.
And, for that Cause, downe he sent
An Angell, which aboute went ,
That he the footh knowe maje.

So it befelļ upau a Daie
This Angel, which him should çnforme,
Was clothed in a Manes forme,
And overtoke, I understonde,
Two Men, that wenten over Londe;
Through which he thought to aspic
His Cause, and goth in Companie,
This Angell with his Wordes wise,

Opposeth hem in foundry wise;
Nowę lowde Wordes and now softe

That made hem io desputen ofte
And echę his Reason hadde,
And thus with Tales he hem ladde,
With good Exatninacion,
Till he kewe the Condicion,
What Menthei were Bothe Two:
And sawe well at laste, tho',
That One of hem was covetous,
And his Felowe was çnyious.

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